Vision und Fallbeispiele

Unsere „AnuKan®-Vision“ sieht so aus:

Mit dem Begriff AnuKan® hat sich eine neue Methode der Körperarbeit etabliert und Einzug gehalten in den Reigen alternativen Heilverfahren. Menschen, die diese besondere und gesellschaftlich wertvolle Arbeit machen, sind nicht mehr stigmatisiert, sondern respektiert und geachtet. Zum einen hat sich gezeigt, dass die Kombination mehrerer therapeutischer Praktiken innerhalb der AnuKan®-Massage einen Synergieeffekt auslöst, der zu dem Erfolg beiträgt. Zum anderen bestätigten Forschungsergebnisse, dass die sexuelle Energie mehr Heilpotential in sich birgt, als Vermutungen ahnen ließen. Das Institut für Körpersexualtherapie AnuKan® und ein Verein unterstützen die Arbeit von Sinnesart.

Der Einsatz therapeutischer Methoden

Beeinflusst man Sinnliche Berührung auf eine ganz bestimmte Weise, kann man enorme Wirkungen damit erzielen. Das Selbstbewusstsein wächst, Heilung setzt ein, die Freude nimmt zu – kurzum: die Lebensqualität steigt. Zumindest konnten wir dies bei Sinnesart über lange Jahre hinweg wahrnehmen.

Wir begannen, diese Phänomene zu beobachten. Dabei entdeckten wir, dass wir bereits bei einer einfachen Sinnlichen Massage mehrere therapeutische Methoden verwenden. (Abgesehen davon ist – unter bestimmten Voraussetzungen – eine Sinnliche Berührung an sich schon Heilung pur!)

Neu daran ist, dass diese beiden Felder Sinnlichkeit und Gesundheit bisher kaum Berührungspunkte hatten. Das eine hatte eher einen zwielichtigen Touch oder war ausschließlich dem privaten Bereich zugeordnet. Und für die Themen Gesundheit und Heilung gab es bisher nur das therapeutische Gesprächsangebot, keine Erfahrungsräume. Dabei bergen gerade die Themen Sinnlichkeit und Sexualität wahre Schätze an Möglichkeiten zur Potentialentfaltung. Mit AnuKan® können wir beginnen, sie zu bergen.

Fallbeispiele aus den Sinnesart-Studios, die gesundheitsfördernde Wirkungen belegen

Die folgenden Beispiele und die Namen wurden so verändert, dass die handelnden Personen nicht erkennbar sind – die Fakten jedoch blieben in ihrer Substanz erhalten. Ähnlichkeiten sind also rein zufällig und nicht beabsichtigt.

 


 

Helmut, der Frauenversteher

Helmut kam zu Katharina mit der Bitte, etwas über weibliche Sexualität zu lernen. Er wollte seine Ehe retten, da seine Frau mehrfach angedeutet hatte, an seiner Seite sexuell zu verhungern und sich daher trennen wollte. Helmut stammte aus einer katholischen Familie. Als Kind wurde er Zeuge einer Vergewaltigung und war dadurch traumatisiert. Er wollte niemals einer Frau solch ein Leid antun. In seinem Unterbewusstsein war Sexualität gleichgestellt mit Gewalt, Schmerz und großem Unglück. Entsprechend zaghaft ging er damit in seiner Ehe um. Dabei war er ein wunderbarer Zuhörer und verständnisvoller Ehepartner.

Katharina führte Helmut mit der Technik des Katathymen Bilderlebens auf eine Waldlichtung, wo Helmut seinem inneren Liebhaber begegnete – einem Naturburschen, wie man ihn aus „Lady Chatterleys Liebhaber“ kennt. Sie macht ihm klar, dass es nicht darum gehen konnte, etwas für seine Frau zu erlernen. Sondern dass jeder Mann dann begehrenswert für eine Frau wird, wenn er sein inneres Mannsein entdeckt. Diese Intervention wurde unterstützt durch mehrere „Liebesrituale“, in denen Helmut begleitet und in einem sicheren Rahmen seine ureigenste Sexualität entdecken konnte.

Dieses Setting ermöglichte, dass Helmuts Frau nicht zur „Co-Therapeutin“ gemacht wurde. Dies wäre zu diesem Zeitpunkt nicht möglich gewesen, da sie bereits keine sexuelle Begegnung mehr zuließ. Helmut konnte seine Männlichkeit entdecken und integrieren. Seine Ausstrahlung und Selbstsicherheit wuchsen enorm.

 

Torsten im Interview

Ein Beispiel für eine bereits erfolgte Kooperation mit einer Klinik. Torsten fand nach einem Trauma zu einer neuen Form der Sexualität.

Torsten im Interview mit Katrin Laux

 

Viola und das Erblühen der Weiblichkeit

Als Viola das Massagezimmer betrat, war das für Luna eine Herausforderung. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass Viola spastisch gelähmt war. Sie kam mit einem Stock und war unscheinbar und grau gekleidet. Sie sprach wenig und war gehemmt. Zwischen beiden Frauen entspann sich allmählich ein Band von Sympathie und Respekt. Luna half Viola beim Duschen, dann begann die Tantramassage. Luna wurde Zeuge, wie die Spasmen sich zu lockern begannen. Die gleichzeitige Wirkung von Entspannung und Lust verlieh der Empfangenden ein neues Gesicht. Luna war verzaubert von soviel Schönheit. Hinterher gestand Viola, den ersten Orgasmus ihres Lebens erlebt zu haben – sie hatte nicht geahnt, dass es so schön sein konnte. Beim nächsten Besuch strahlte sie und trug ein buntes Sommerkleid.

Luna ermöglichte Viola, für ihre Bedürfnisse zu sorgen und eine völlig neue Erfahrung zu machen. Akzeptanz und Empathie waren hier der Schlüssel – und Lunas Fähigkeit, die Behinderung als etwas „Normales“ zu betrachten.

 

Rolf und die elektrischen Hände

Rolf hatte eine komplizierte Muskelerkrankung und sollte operiert werden, um die Funktionsfähigkeit seiner Beine zu verbessern. Die Taubheit verschlimmerte sich von Woche zu Woche, das Laufen fiel zusehends schwerer. Rolf wollte sich vor der Operation noch eine Freude gönnen und buchte eine Erotikmassage bei Martha. Während der Massage verspürte er Zuckungen und Vibrationen in seinen Beinen, was ihn sehr verwirrte, da diese Regionen schon längere Zeit empfindungslos waren. Er war wie in Trance und wusste nicht, wie ihm geschah. Die sexuelle Energie brach sich so heftig Bahn, dass Rolf die Kontrolle verlor und zu schreien begann – teils aus Lust, teils aus Angst vor dem, was in seinen Beinen vor sich ging. Martha als erfahrene Masseurin hielt ihn einfach nur umarmt, blieb präsent und vertraute dem Leben.

Das Leben war in Rolfs Beine zurückgekehrt. Er berichtet seinem Arzt davon, der langsam den Kopf schüttelte und meinte: „Ich habe davon gehört, dass es Menschen gibt mit elektrischen Händen. Wenn Sie an so jemanden geraten sind, bleiben sie dabei!“ Die Operation konnte daraufhin abgesagt werden – Rolfs Zustand verbesserte sich weiter.



Noch zahlreiche weitere Fallbeispiele wurden von Sinnesart dokumentiert - eine Veröffentlichung ist geplant. Wenn Sie selbst betroffen sind, eine weitere Fallgeschichte beitragen können oder sich für ein Interview zur Verfügung stellen würden – schreiben Sie bitte an kontakt@sinnesart.de.