Die Kogi – Hüter der Erde
Ein Film- und Erlebnisabend

Der erste deutschsprachige Dokumentarfilm über die Kogi in Anwesenheit des Filmemachers
Ein Volk im Norden Kolumbiens, das in der Sierra Nevada de Santa Marta lebt. Als direkte Nachfahren der Tairona-Kultur bewahren sie seit über 4.000 Jahren ihre Lebensweise im Einklang mit der Natur. Sie verstehen sich als Hüter der Erde. Bis 1996 wurden Kogi von den Coca-Bauern, die die Küste zwangsbesiedelten, gefangen und versklavt. Wolfram war vor 30 Jahren mit einem kleinen Team dort und lernte auf der zweimonatigen Reise in die Heiligen Dörfer ihre Spiritualität schätzen. 130 Minuten Film als Event.
5 gute Gründe für deine Teilnahme
- Wir zeigen erstmals die ungekürzte Variante des Films – lehn dich zurück und lass dich verzaubern.
- Der Regisseur und Filmemacher selbst ist anwesend.
- Du erfährst spannende Hintergrundgeschichten.
- Ein kleines Ritual bezieht dich mit ein – und verbindet dich mit der Botschaft der Kogi.
- Tauch ein in eine Welt voller Tiefe und Weisheit.
Das erwartet dich konkret
Wir begrüßen den Filmemacher und schauen die ursprüngliche Fassung seines Filmes „Die Kogi“ aus dem Jahr 1996. Der Film begleitet einen Kogi namens Javier auf einer spirituellen Reise zu einem heiligen Ort seiner Vorfahren. Dabei zeigt er die Rolle der Mamos oder Mamas (spirituelle Lehrer), die Verbindung der Kogi zur Natur und ihre spirituelle Beziehung zum Meer als „Große Mutter“. Der Film ist eine intime Begegnung mit der Kultur und Spiritualität der Kogi. Im Anschluss erzählt der Regisseur und Produzent, wie es ihm mit viel Geduld gelang, das Vertrauen der Kogi zu gewinnen. Es können Fragen gestellt werden zu den Hintergründen und zum Leben der Kogi. Mit einer kleinen Zeremonie runden wir den Abend ab.
Wer sind die Kogi?
Die Kogi leben heute in Kolumbien, genauer gesagt wohnen sie in der Sierra Nevada de Santa Marta, einem isolierten Hochgebirge an der Karibikküste im Norden Kolumbiens meist in abgelegenen Bergdörfern. Dieses Gebiet gilt als eines der höchsten Küstengebirge der Welt. Die Kogi sind Nachfahren der Tairona, einer präkolumbianischen Hochkultur. Nachdem die Spanier im 16. Jahrhundert das Gebiet eroberten, zogen sich ihre Vorfahren in die schwer zugänglichen Berge zurück. Dadurch konnten sie viele ihrer spirituellen Traditionen und ihre Lebensweise bis heute bewahren. Sie nennen sich selbst „Ältere Brüder“ und betrachten den Rest der Menschheit als „jüngere Brüder“. Ihre spirituellen Führer, die Mamos, hielten bis ins 20. Jahrhundert bewussten Abstand zur modernen Welt. Sie sahen, dass die „jüngeren Brüder“ das Wissen um das Gleichgewicht der Erde verloren hatten. (Abholzung, Bergbau, Verschmutzung der Flüsse…) Weil sie das als große Gefahr sahen, beschlossen einige Mamos, erstmals eine Botschaft an die „jüngeren Brüder“ zu senden. Sie baten darum, dass die Menschen der modernen Welt ihr Verhalten ändern mögen. Den Mamos, deren Ausbildung viele Jahre dauert, kommt dabei eine besondere Rolle zu.
Aus Sicht der Kogi ist die Erde ist ein lebendiges Ganzes; Alles ist miteinander verbunden. Wenn Menschen die Natur zerstören, zerstören sie das Gleichgewicht der Welt. Darum wollen sie die „jüngeren Brüder“ nicht belehren, sondern erinnern. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Begriff Aluna, der so etwas wie die unsichtbare, geistige Ebene der Wirklichkeit bedeutet, aus der alles entsteht. Man könnte es beschreiben als das Bewusstsein der Welt, die Quelle aller Formen oder ein Feld von Gedanken, Möglichkeiten und Ordnung. Allmählich beginnt auch die westliche Welt dieses Bewusstsein zu erkennen, z.B. als Quantenfeld aller Möglichkeiten (siehe Ulrich Warnke) Im Unterschied zur westlichen Welt ist „Aluna“ für die Kogi kein abstraktes Konzept, sondern eine reale Ebene, mit der man arbeiten kann – dem Urgrund vieler schamanischer Traditionen. Wichtige Entscheidungen werden z.B. zuerst im „Aluna“ geklärt, bevor auf materieller Ebene Handlungen folgen.
Die Anwesenheit des Filmemachers birgt die große Chance des lebendigen Austausches, da Wolfram ein umfangreiches Hintergrundwissen mitbringt. Er hat erstmals das Thema einem deutschsprachigen Publikum zugänglich gemacht und hilft dabei, die Botschaft der Kogi – und damit eine andere, wesentliche Perspektive – zu verstehen.
Bitte mitbringen für diesen Abend
- Wenn du magst, bring eine Kleinigkeit zur Stärkung mit. Wasser und Tee sind vorhanden.
- Da wir zum Filmanschauen auch auf dem Boden sitzen (wer mag), bring gern warme Socken mit.
Muss ich mich anmelden?
Ja, auch wenn wir den Abend auf Spendenbasis geplant haben, hilft es uns bei der Vorbereitung zu wissen, wieviel Gäste kommen werden. Daher bitten wir unbedingt um Anmeldung.




